Selbst verwalten oder eine Hausverwaltung beauftragen?
Eine Mietverwaltung kostet in Deutschland üblicherweise 4 bis 8 Prozent der Kaltmiete, eine WEG-Verwaltung je nach Region etwa 18 bis 50 Euro pro Einheit und Monat (Stand 2026). Wer selbst verwaltet, spart dieses Geld und behält die Entscheidungen — zahlt aber mit Zeit und Erreichbarkeit. Die Frage ist deshalb weniger, was billiger ist, sondern was dir eine Stunde deiner Zeit wert ist.
Stand: 7. August 2026
Was eine Verwaltung tatsächlich kostet
Für die Mietverwaltung — also die Verwaltung vermieteter Einheiten für den Eigentümer — sind 4 bis 8 Prozent der monatlichen Kaltmiete marktüblich. Bei 800 Euro Kaltmiete je Einheit sind das 32 bis 64 Euro im Monat, pro Einheit.
Die WEG-Verwaltung wird dagegen als Pauschale je Einheit abgerechnet. Der bundesweite Regelsatz liegt 2026 überwiegend zwischen 22 und 36 Euro netto je Einheit und Monat. Regional geht die Spanne weiter auseinander: in München, Frankfurt und Hamburg bis 50 Euro, in ländlichen Regionen ab etwa 18 Euro.
Nicht enthalten sind in beiden Fällen die Sondervergütungen — Eigentümerversammlungen über die erste hinaus, Bauleitung bei Sanierungen, Mahnverfahren, Wohnungsabnahmen. Sie sind der Grund, warum die Jahresrechnung regelmäßig über der Kalkulation liegt.
Rechenbeispiel: 30 Einheiten
Bei 30 vermieteten Einheiten mit 800 Euro Kaltmiete kostet eine Mietverwaltung zu 6 Prozent rund 1.440 Euro im Monat, also gut 17.000 Euro im Jahr — ohne Sondervergütungen.
Wer denselben Bestand selbst verwaltet, spart diesen Betrag und trägt dafür den Aufwand: Mieteranrufe, Zahlungsabgleich, Belege, Fristen, Neuvermietung. Bei geschätzt zwei Stunden je Einheit und Jahr sind das 60 Stunden — die allerdings nicht planbar anfallen, sondern dann, wenn der Wasserschaden auftritt.
Wann eine Hausverwaltung die bessere Wahl bleibt
Es gibt Fälle, in denen Selbstverwaltung die falsche Entscheidung ist — auch mit guter Software:
- Du wohnst weit entfernt vom Bestand und hast niemanden vor Ort, der im Notfall aufschließt.
- Der Bestand hat erheblichen Sanierungsstau; Bauleitung ist ein eigener Beruf.
- Es handelt sich um eine WEG mit Streitpotenzial — dort ist ein neutraler Dritter oft mehr wert als jede Ersparnis.
- Du willst mit Immobilien schlicht nichts zu tun haben. Das ist ein legitimer Grund, und keine Software ändert daran etwas.
Was sich mit Software verschiebt
Der klassische Grund für eine Verwaltung ist nicht fehlendes Wissen, sondern fehlende Erreichbarkeit und die Menge an Routine. Genau dort setzt ein KI-Mitarbeiter an: Anrufe werden angenommen, Zahlungen abgeglichen, Belege erfasst, Fristen überwacht.
Was Software nicht ersetzt, ist die Entscheidung. Ob der Handwerker beauftragt, die Mieterhöhung verschickt und die Kündigung ausgesprochen wird, bleibt bei dir — nur eben ohne die Stunden davor.
Wenn du es selbst versuchen willst
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